[1]  Rette mich, o Gott! denn die Wasser sind bis an die Seele gekommen.

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[2]  Ich bin versunken in tiefen Schlamm, und kein Grund ist da; in Wassertiefen bin ich gekommen, und die Flut überströmt mich.

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[3]  Ich bin müde vom Rufen, entzündet ist meine Kehle; meine Augen schwinden hin, harrend auf meinen Gott.

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[4]  Mehr als die Haare meines Hauptes sind derer, die ohne Ursache mich hassen; mächtig sind meine Vertilger, die ohne Grund mir feind sind; was ich nicht geraubt habe, muß ich alsdann erstatten.

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[5]  Du, o Gott, weißt um meine Torheit, und meine Vergehungen sind dir nicht verborgen.

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[6]  Laß nicht durch mich beschämt werden, die auf dich harren, Herr, Jehova der Heerscharen! Laß nicht durch mich zu Schanden werden, die dich suchen, Gott Israels!

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[7]  Denn deinetwegen trage ich Hohn, hat Schande bedeckt mein Antlitz.

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[8]  Entfremdet bin ich meinen Brüdern, und ein Fremdling geworden den Söhnen meiner Mutter.

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[9]  Denn der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt, und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.

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[10]  Als ich weinte, und meine Seele im Fasten war, da wurde es mir zu Schmähungen;

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[11]  Als ich mich in Sacktuch kleidete, da ward ich ihnen zum Sprichwort.

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[12]  Die im Tore sitzen, reden über mich, und ich bin das Saitenspiel der Zecher.

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[13]  Ich aber, mein Gebet ist zu dir, Jehova, zur Zeit der Annehmung. O Gott, nach der Größe deiner Güte, erhöre mich nach der Wahrheit deines Heils!

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[14]  Ziehe mich heraus aus dem Schlamm, daß ich nicht versinke! laß mich errettet werden von meinen Hassern und aus den Wassertiefen!

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[15]  Laß die Flut der Wasser mich nicht überströmen, und die Tiefe mich nicht verschlingen; und laß die Grube ihren Mund nicht über mir verschließen!

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[16]  Erhöre mich, Jehova! denn gut ist deine Güte; wende dich zu mir nach der Größe deiner Erbarmungen!

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[17]  Und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte! denn ich bin bedrängt; eilends erhöre mich!

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[18]  Nahe meiner Seele, erlöse sie; erlöse mich um meiner Feinde willen!

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[19]  Du, du kennst meinen Hohn und meine Schmach und meine Schande; vor dir sind alle meine Bedränger.

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[20]  Der Hohn hat mein Herz gebrochen, und ich bin ganz elend; und ich habe auf Mitleiden gewartet, und da war keines, und auf Tröster, und ich habe keine gefunden.

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[21]  Und sie gaben in meine Speise Galle, und in meinem Durst tränkten sie mich mit Essig.

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[22]  Es werde zur Schlinge vor ihnen ihr Tisch, und ihnen, den Sorglosen, zum Fallstrick!

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[23]  Laß dunkel werden ihre Augen, daß sie nicht sehen; und laß beständig wanken ihre Lenden!

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[24]  Schütte über sie aus deinen Grimm, und deines Zornes Glut erreiche sie!

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[25]  Verwüstet sei ihre Wohnung, in ihren Zelten sei kein Bewohner!

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[26]  Denn den du geschlagen hast, haben sie verfolgt, und von dem Schmerze deiner Verwundeten erzählen sie.

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[27]  Füge Ungerechtigkeit zu ihrer Ungerechtigkeit, und laß sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit!

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[28]  Laß sie ausgelöscht werden aus dem Buche des Lebens, und nicht eingeschrieben mit den Gerechten!

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[29]  Ich aber bin elend, und mir ist wehe; deine Rettung, o Gott, setze mich in Sicherheit!

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[30]  Rühmen will ich den Namen Gottes im Liede, und ihn erheben mit Lob.

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[31]  Und es wird Jehova wohlgefälliger sein als ein Stier, ein Farre mit Hörnern und gespaltenen Hufen.

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[32]  Die Sanftmütigen werden es sehen, sie werden sich freuen; ihr, die ihr Gott suchet, es lebe euer Herz!

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[33]  Denn Jehova hört auf die Armen, und seine Gefangenen verachtet er nicht.

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[34]  Ihn sollen loben Himmel und Erde, die Meere, und alles, was in ihnen wimmelt!

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[35]  Denn Gott wird Zion retten und die Städte Judas bauen; und sie werden daselbst wohnen und es besitzen.

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[36]  Und der Same seiner Knechte wird es erben; und die seinen Namen lieben, werden darin wohnen.

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