[2] Dergleichen habe ich oft gehört; ihr seid allzumal leidige Tröster.
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[3] Haben die geistreichen Worte ein Ende? Oder was reizt dich zu antworten?
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[4] Auch ich könnte reden wie ihr, befände sich nur eure Seele an meiner Statt; da wollte ich Reden halten gegen euch und den Kopf schütteln über euch!
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[5] Ich wollte euch stärken mit meinem Munde und mit dem Trost meiner Lippen lindern euren Schmerz!
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[6] Wenn ich rede, so wird mein Schmerz nicht gelindert, unterlasse ich es aber, was geht mir dann ab?
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[7] Doch jetzt hat Er mich erschöpft. Du hast all meinen Hausstand verwüstet
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[8] und hast mich zusammenschrumpfen lassen; zum Zeugen ist das geworden, und meine Magerkeit antwortet gegen mich.
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[9] Sein Zorn hat mich zerrissen und verfolgt; er knirscht mit den Zähnen über mich, mein Feind blickt mich mit scharfem Auge an.
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[10] Sie haben ihr Maul gegen mich aufgesperrt, unter Schimpfreden schlagen sie mich auf meine Backen, sie rüsten sich allesamt wider mich.
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[11] Gott hat mich den Buben preisgegeben und den Händen der Gottlosen überliefert.
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[12] Sorglos war ich; da hat er mich überfallen, er hat mich beim Nacken ergriffen und zerschmettert und mich zu seiner Zielscheibe aufgestellt.
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[13] Seine Schützen haben mich umringt, er hat meine Nieren durchbohrt ohne Erbarmen und meine Galle auf die Erde ausgeschüttet.
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[14] Er hat mir eine Wunde um die andere zugefügt, ist gegen mich angelaufen wie ein Held.
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[15] Ich habe einen Sack um meine Haut genäht und mein Horn in den Staub gesenkt.
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[16] Mein Angesicht ist gerötet vom Weinen, und auf meinen Augenlidern liegt Todesschatten
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[17] dafür, daß kein Unrecht an meinen Händen klebt und mein Gebet lauter ist!
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[18] O Erde, decke mein Blut nicht zu, und mein Geschrei komme nicht zur Ruhe!
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[19] Aber auch jetzt noch, siehe, ist mein Zeuge im Himmel und mein Verteidiger in der Höhe!
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[20] Meine Freunde spotten meiner; aber mein Auge tränt zu Gott,
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[21] daß er dem Manne Recht schaffe vor Gott und entscheide zwischen dem Menschen und seinem Nächsten.
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[22] Denn meine Jahre sind gezählt, und auf dem Pfad, den ich nun wandle, komme ich nicht mehr zurück.