[2] "Mich bringen die Gedanken wieder auf den gleichen Punkt; mein Eifer wählt in mir.
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[3] Ich höre schmähliche Belehrung; mir antwortet ein Geist, für den ich kein Verständnis habe.
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[4] Du weißt das nicht, daß schon von altersher, seit Menschen auf der Erde sind,
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[5] der Frevler Jubel gar nicht lange währt, die Freude des Verruchten höchstens einen Augenblick?
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[6] Erhebt er sich bis in den Himmel und streckt sein Haupt bis in die Wolken,
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[7] mit seinem Unterschlupf verschwindet er für alle Zeit. Die eben ihn gesehen, fragen, wo er sei.
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[8] Traumgleich zerfließt er, ohne Spuren, verschwindet wie ein Nachtgesicht.
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[9] Das Auge, das ihn sah, wird ihn nicht wieder schauen, und seine Heimat sieht ihn nimmer.
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[10] Ersatz den Armen seine Kinder leisten; die eignen Hände liefern seine Kinder ab.
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[11] Er stand in voller Lebenskraft; nun muß sie mit ihm in den Staub.
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[12] Wenn ihm das Böse noch so süß im Munde schmeckt, und birgt er's unter seiner Zunge,
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[13] und spart er's auf und läßt's nicht los, behält es recht in seinem Gaumen,
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[14] dann ändert seine Speise sich in seinem Innern, wird Otterngift in seinem Leibe.
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[15] Er speit das Gut, das er verschlang; aus seinem Leibe treibt es Gott. -
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[16] Er saugt der Nattern Gift; der Viper Zunge tötet ihn. -
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[17] Er labt sich nicht an Strömen, an Bächen voll von Honig und von Milch.
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[18] Er führt zwar sein Erworbenes zum Munde, verschluckt es aber nicht; so, wie's ihm sein Gewinn erlaubt, genießt er's nicht.
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[19] Weil er der Armen Hütten eingerissen, so darf er nichts auf dem geraubten Baugrund bauen.
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[20] Er kannte nie für seinen Bauch Zufriedenheit; in seiner Lust bekam er nie genug.
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[21] Wen zu verzehren er sich vorgenommen, der ist ihm nicht entgangen; drum ist sein Wohlstand nicht von Dauer.
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[22] In vollem Glück befällt ihn Angst; was Elende an Leid bedrückt, kommt über ihn.
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[23] Wenn er sich anschickt, seinen Leib zu füllen, entsendet gegen ihn er seines Zornes Glut, und macht er sich ans Essen, beschießt er ihn von oben.
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[24] Vom eisernen Geschoß wird er durchbohrt; ihn trifft der eherne Bogen.
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[25] Hinein dringt es und kommt heraus aus seinem Rücken. Ein Strahl von Galle fährt heraus; ein Schrecken lagert sich auf ihn.
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[26] Den Seinigen, die er geborgen glaubt, ist alles Unheil aufgespart. Sie frißt ein Feuer, das von selber brennt. Wer noch in seinem Zelte übrig ist, dem geht es schlimm.
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[27] Die Himmel offenbaren seine Schuld; die Erde selbst erhebt sich wider ihn.
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[28] Hinschwinden seines Hauses Einkünfte und Ausgaben an seinem Zornestag.
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[29] Das ist des Frevlers Los vor Gott, des Widerspenstigen Geschick vom Höchsten."